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Laut Deloitte-Studie boomt die Fitnessbranche in Deutschland

Petra Bork  / pixelio.de

Petra Bork / pixelio.de

Die aktuelle Deloitte-Studie „Der deutsche Fitnessmarkt – Studie 2016“ in Zusammenarbeit mit dem DSSV (Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen) und der DHfPG (Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement) ist erschienen. Ergebnis: Die Branche freut sich wiederholt über ein stabiles Wachstum.

In der Bundesrepublik waren Ende 2015 insgesamt 9,5 Millionen Menschen als Mitglied in einem Fitnessclub registriert – 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Sie trainierten in 8.332 Anlagen, eine Steigerung von 3,8 Prozent gegenüber 2014. Insbesondere das Discountsegment legte kräftig zu. Wenn die Branche weiterhin auf dieser Erfolgsspur bleiben möchte, sollte sie sich den geänderten Kundenwünschen anpassen. Die Digitalisierung der Branche macht vor diesem Wirtschaftszweig keinen Halt. Im Vergleich mit Europa liegt die Zahl der Menschen, die Fitnessstudios aufsuchen im Mittelfeld. Fitnessmärkte wie Norwegen (19,4%), Schweden (16,7%) und die Niederlande (16,4%) haben deutlich höhere Besuchsquoten. Kunden haben immer mehr spezielle Wünsche, so dass spezialisierte Anbieter im Vormarsch sind: Elektrostimulationstraining oder CrossFit-Training sind gefragter denn je.  Bei den klassischen Full-Service-Studios beläuft sich das Mitgliederwachstum auf über 4 Prozent.

Trend: Ketten statt Einzelstudio

Studioketten dominieren weiterhin im Gegensatz zu Einzelstudios, die sogar Mitglieder verloren. Im Discountsegment gab es dagegen ein Zugewinn an Mitgliedern.  Auch das Premiumsegment (ab 66 Euro Monatsbeitrag) zeigte 2015 ein stabiles Wachstum. Im M&A Geschäft hat es in Europa einen Zuwachs an Transaktionen von 19 Prozent gegeben.  In Deutschland ist vor allem die Beteiligung des Investors AFINUM an MeridianSpa zu erwähnen sowie der Kauf von Fitnessclubs des Premiumanbieters Aspria durch die belgische Cofinimmo-Gruppe.

Digitalisierung hält vor Fitnesssegment nicht zurück

Online-Studios sind im Vormarsch. Knapp 420.000 Mitglieder registrierten sich im vergangenen Jahr in einem Online-Studio. Dennoch bedeutet dies nicht eine Egalisierung der traditionellen Geschäftsmodelle. Eher sollten sich Fitnessstudiobetreiber überlegen, ob  digitale Fitnessoptionen eine Ergänzung zum bestehenden stationären Fitnessgeschäft wären. Refit Kamberovic, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV): „Die Nachfrage nach Mitgliedschaften in deutschen Fitnessanlagen wächst seit dem Bestehen der Branche. Allein in den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Mitglieder verdoppelt. Auch für die kommenden Jahre spricht alles dafür, dass sich die Mitglieder- und damit auch die Umsatzzahlen der Branche weiter steigern werden. Dies wird nach unseren Prognosen 2020 dazu führen, dass die 12-Millionen-Mitglieder-Grenze überschritten wird.“ (Redaktion)

 

 

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